Wir machen uns auf den Weg... dem Leben entgegen!

Aufbruch im EPO-AK

 

Vor etwa einem Jahr habe mit meiner Berufung zum Diözesanreferenten den beinahe eingeschlafenen entwicklungspolitischen Arbeitskreis übernommen. Eigentlich ist der AK in seiner heutigen Form ein ganz neuer, denn außer Ludwig Unkelbach und meiner Wenigkeit ist von den früheren Leuten keineR mehr aktiv an den Treffen dabei. Dafür gibt es einen Haufen neue. So konnten einige TeilnehmerInnen von Rovistad, die große Rover-Projekt-Reise nach Bolivien 2002, gewonnen werden und einige der „EntwicklerInnen der ersten Tage“, die schon lange dabei sind in Sachen Partnerschaft und Entwicklungspolitik und sich wirklich auskennen. Nach und nach kamen noch weitere engagierte Personen aus den Stämmen oder aus dem Nichts hinzu. Leider musste uns auch der/die ein oder andere wieder verlassen.

Wenn dann zu unserem nächsten AK-Treffen alle offiziellen Mitglieder kämen, sähe das Protokoll folgendermaßen aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Leider war das bisher aber noch nie der Fall.

 

Über den AK:

Ein neuer Arbeitskreis, vor allem ein so großer, in dem dadurch auch entsprechend viel Bewegung herrscht, braucht Zeit, um sich zu konstituieren. Die Zeit wollten wir uns geben und räumten uns dafür ein Wochenende ein, an dem wir uns zu einem leistungsfähigen Gremium entwickeln wollten. Leider konnte der Prozess damals um Juni nicht zu Ende geführt werden, weswegen wir einen weiteren Tag im November darauf verwenden werden, uns fit für den Weg in die Zukunft zu machen.

Abgesehen von dem Wochenende haben wir uns weitere 8 mal getroffen, um den Aufgaben des entwicklungspolitischen Arbeitskreises nachzukommen.

 

Die Aufgaben:

 

Die seit 12 Jahren bestehende Partnerschaft mit der Asociación de Scouts de Bolivia nimmt weiterhin einen großen Teil unseres Schaffens ein. So haben wir im vergangenen Jahr eine Änderungsvorlage zu dem veralteten Partnerschaftsvertrag überarbeitet und legen diese nun unseren bolivianischen Freunden vor, damit sie ihre Änderungen eintragen können. Bei der Bolivien-Begegnungsreise 2004 soll der neue Vertrag unterzeichnet werden können.

In diesem Vertrag ist seit je her ein Tag vereinbart, an dem die Partnerschaft gefeiert werden soll. Am 7./8. November 2003 gibt’s daher nochmals ein Partnerschafts-Wochenende in Heddert, an dem wir sowohl feiern wollen, als auch uns über Erfahrungen in der Partnerschaft und offene Fragen austauschen wollen.

 

Klar ist uns, dass wir nicht nur Bolivienarbeit leisten wollen, sondern uns auch mit Entwicklungszusammenarbeit in anderen Teilen der Erde beschäftigen wollen. So versuchen wir, an den einzelnen AK-Treffen jedes Mal auch einen inhaltlichen Input zu aktuellen Themen zu bekommen. Hier haben wir uns bisher mit Fairerem Handel, Interkulturellem Lernen, Biopiraterie oder der Welt-AIDS-Problematik beschäftigt.

Letztere hat sich dann mit der Zeit als einer der Schwerpunkte unserer Arbeit entwickelt, auch da dies z.T. während der nächsten Jahresaktion „Kira Rwanda – Liebe das Leben“ Thema sein wird.

 

Wo wir sonst noch mitmischen:

 

Die Bolivienbegegnungsreise:

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir doch eine 3köpfige Reiseleitung, bestehend aus Beate Zwick, Nico Saccà und mir, auf die Beine stellen.

Weniger schwierig zeigte es sich, Interessenten für die Reise zu gewinnen. Zum ersten Informationstreffen im September kamen schon mehr Interessierte, als wir mitnehmen können. Aber davon abgesehen macht die Gruppe auf mich einen fitten und motivierten Eindruck und ich freue mich auf weitere 4 Vorbereitungstreffen und die Reise im August nächsten Jahres.

 

Jahresaktion 2004:

 

Wie schon erwähnt, heißt die kommende Jahresaktion „Kira Rwanda – Liebe das Leben“. Die Jahresaktion 2004 wird zusammen mit der ASR, der Association des Scouts du Rwanda durchgeführt. Gemeinsam wurden dabei 3 Hauptziele definiert. Zunächst soll die Partnerschaft zwischen den beiden Verbänden belebt und intensiviert werden. Das geschieht auch mittels des zweiten Zieles: Es soll eine Auseinandersetzung über das eigene Körperbewusstsein, Gesundheit und HIV/AIDS stattfinden. Insbesondere auf Stufenebene soll dabei eine enge Kooperation zwischen ASR und DPSG erreicht werden. Das dritte Ziel ist die finanzielle Unterstützung der ASR. Hier stehen insbesondere die Unterstützung der AIDS-Prävention, die Überarbeitung des Jugendprogramms und der Wiederaufbau verbandlicher Ressourcen im Mittelpunkt.

 

Im März 2004, genauer gesagt vom 5. bis zum 7., veranstalten wir ein Wochenende für Kinder oder Jugendliche zu der Thematik rund um die Jahresaktion. Möglicherweise wird es zusätzlich einen Auftakt in unserer Diözese oder einer der Nachbardiözesen geben. (Da warten wir aber noch auf Input von Bundesseite.)

Beim diözesanen Pfingstlager Schongse werden wir ebenfalls mit „Kira Rwanda“ präsent sein.

 

Der Ausblick in die Zukunft (Zusammenfassung):

 

Die Überschrift heißt es, „Wir machen uns auf den Weg...

Das heißt, wir werden jetzt unseren AK-Findungsprozess abschließen und dann durchstarten in ein ereignisreiches und lebendiges Jahr 2004.

Und dort heißt es auch „...dem Leben entgegen!“

Wie schon angeklungen ist, werden wir uns in Zukunft verstärkt mit der HIV/AIDS-Problematik beschäftigen, und uns dafür einsetzen, dass die Menschen, die infiziert sind nicht weiter totgeschwiegen werden. Dazu haben wir verschiedene Ideen, die wir z.T. auf der Diözesanversammlung 03 präsentieren werden. Weiterhin bestehen Vorüberlegungen zu einem Projekt zum Weltjugendtag 2005 mit diesem Thema.

Dann wollen wir aufbrechen und mit der Begegnungsreise einen weiteren Schritt tun für eine lebendige Partnerschaft mit unseren bolivianischen Freunden.

Zum Schluss wollen wir wieder in die Entwicklungspolitik unseres Verbandes aufleben lassen. Wir wollen nicht nur vor uns hinwurschteln, sondern gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und LeiterInnen des DV Triers unseren Beitrag an einer gerechteren lebenswerten Welt leisten. Und da zählen wir natürlich auf euch alle, euer Werben und euer Angebote annehmen.

 

Peter Wolf

Entwicklungspolitischer Referent

 


 

Splash 2004 - Ein Projekt der Lëtzebuerger Guiden a Scouten